Viele Handy-Besitzer begnügen sich heutzutage nicht unbedingt damit, dass ihr mobiles Telefon einfach nur problemlos funktioniert und mit vielen Funktionen ausgestattet ist.
Das Handy sollte mit der neuesten Technologie brillieren, um so letztendlich auch update zu sein. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass viele auf eine Marke zurückgreifen, bei der Innovation einen überaus wichtigen Stellenwert einnimmt, nämlich Siemens.

Allgemeine Infos zu Siemens:

Das seit 160 Jahren bestehende, mittlerweile weltweit größte und traditionsreichste Unternehmen nimmt eine führende Marktposition in den Bereichen Elektrotechnik und Elektronik ein.
Die Entwicklung und Fertigung der Produkte erfolgt durch rund 475000 Mitarbeiter in über 190 Ländern, wobei der eigentliche Firmensitz sich in Berlin und München befindet.
Das Know-How und die Innovation zeigen sich bei Automation und Lighting, Power, Transportation, Medical, Information und Communication sowie Lighting (LEDs - LED Lampen).
So liegt der Jahresumsatz des Konzerns für 2006 bei 87325 Mrd Euro und der Gewinn bei 3033 Mrd Euro.

Grundsätze des Unternehmens:

Die Basis des Erfolgs von Siemens ist auf fünf Grundsätze zurückzuführen: Der Kunde, die Innovation, die Mitarbeiter, die Verantwortung und der Wert.
Beim Kunden sind die entgegengebrachte Kompetenz und die besten Lösungen für dessen Ziele von entscheidender Bedeutung.
Die Innovation spiegelt sich in den Ideen und Erfindungen wider, über die neue Technologien und Produkte entstehen.
Bei den Mitarbeitern ist von besonderer Wichtigkeit deren Fähigkeit zum Dialog, deren Wahrung des gegenseitigen Respekts, die Verfolgung von Zielen sowie die Entschlossenheit zur Führung.
Die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber zeigt Siemens durch Ideen, Technologien und in seinem Handeln.
Der Wert wird bei dem Konzern gesteigert durch das Wachstum und dieses wiederum durch eine ausgewogene, effektive und konsequente Firmenpolitik.

Die Geschichte von Siemens in Kürze:

Gegründet wurde das Unternehmen von Werner von Siemens und dem Mechaniker Johann Georg Halske 1847 aufgrund der überzeugenden Konstruktion eines eigenen Zeigertelegrafen, der eine Verbesserung des Wheatstoneschen Telegrafen darstellte. Der Bau der Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt 1848 und nach einer Krise der Bau des russischen Telegrafennetzes 1853 brachten die ersten nennenswerten Erfolge.
Die Legung von Seekabeln führte zu Aktivitäten in England und einer dortigen Zweigstelle. 1866 wurde dort auch das Telegrafennetz ausgebaut und bis nach Kalkutta erweitert.
Parallel dazu wurde das dynamoelektrische Prinzip entdeckt und damit die Möglichkeit elektrische Energie in großen Mengen zu nutzen, womit nach der Patentierung Ende der 70er Jahre die Starkstromtechnik sich ausbreitete.
Neben der Etablierung von Auslandsvertretern aufgrund stark wachsender Auslandsaktivitäten, fanden auch firmenintern für die Mitarbeiter sozialpolitische Änderungen statt wie unter anderem die Einführung von Prämien, Erfolgbeteiligungen, eine Pensionskasse, die Festlegung der Arbeitszeiten sowie eine gewerbliche Ausbildung.
Nach der Firmenübernahme der Söhne von Wilhelm von Siemens Arnold und Wilhelm 1890 kam es in den Folgejahren zu zahlreichen Firmenübernahmen, die neben einer Arbeitsplatzerweiterung auch ein Großstandort notwendig machten. Es entwickelte sich die Siemensstadt, die bis 1913 eine eigene Infrastruktur hatte.
Eine bedeutende Innovation gelang währenddessen im Nachrichtenwesen als 1909 in München-Schwabing das erste Großstadt Fernsprechamt in Betrieb genommen wurde.
Der I. Weltkrieg schädigte das wichtigste Elektronikunternehmen empfindlich, indem es nahezu alle Patente, ausländische Besitze und 40 % des Firmenkapitals verlor.
Nach 1918 führte dies zur Neuorganisation des Unternehmens durch diverse Ausgliederungen und Neugründungen. Neben einer firmeneigenen Markentechnik in den 30er Jahren wurde die Fließbandarbeit eingeführt.
Das Auslandsgeschäft konnte mit der Gründung des Shannon Kraftwerks und der Elektrifizierung von ganz Irland erfolgreich neu belebt werden.
Außerdem konnten elektrische Erzeugnisse für Japan durch das neugegündete Unternehmen von Siemens-Schuckert und Furukawa mit dem Namen Fusi Denki Seizo KK hergestellt werden.
Mit dem Nationalsozialismus ab 1933 lag der Schwerpunkt bei der Wehrhaftmachung und damit bei einer verstärkten Auftragserteilung mit Einsatz zusätzlicher ausländischer Arbeitskräfte, sowohl freiwillig als auch später zwangsbeschäftigt.
Mit dem Ende des Krieges 1945 war 4/5 des Unternehmens zerstört, wobei sich aber bereits 1946 durch erste Fertigungsprogramme für den Bedarf von Bahn, Post und Stromversorgung die Anzahl der Mitarbeiter schnell wieder erhöhte.
Durch die politische Lage in Berlin wurde der Firmensitz von Siemens & Halske nach München und Siemens-Schuckert nach Erlangen verlegt.
Mit dem Rückerwerb zahlreicher Besitzrechte im Ausland gelang Mitte der 50er Jahre die Wiederbelebung des Auslandsgeschäfts, sodass zehn Jahre später die Weltmarktposition zurückerobert war.
Als enormer Innovationsschub und Schlüsseltechnologie der modernen Technik wurde 1965 die erste gefertigte integrierte Schaltung europaweit vorgestellt.
Zur Bündelung der unterschiedlichen Aktivitäten wurden die Siemenswerke Siemens & Halske AG, Siemens-Schuckert AG und Siemens Reiniger AG zusammengeschlossen und die Siemens AG 1966 gegründet. Dies führte zu einer bedeutenden Stärkung der Weltmarktposition.
Zudem erfolgte eine Anpassung der Organisationsform, indem sechs selbstständige Bereiche gebildet wurden ? Datentechnik, Nachrichtentechnik, Energietechnik, Installationstechnik, Medizinische Technik und Bauelemente. Die ersten Belegschaftsaktien wurden 1969 ausgegeben.
Bei einer erneuten Umstrukturierung aufgrund der Globalisierung wurden 1989/90 die Geschäftsbereiche in 15 bewegliche Einheiten aufgegliedert.
Mit der Wiedervereinigung von Deutschland und dem Aufbau Ost öffnete sich gleichzeitig auch der Markt Mittel- und Osteuropas.
Damit Siemens dem globalen Wettbewerb in den 90er Jahren gewachsen sein konnte, stand Produktivität, Innovation und Wachstum als Basis für Reformen im Vordergrund.
1990 entstand mit Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG das größte Unternehmen der Computer-Branche Europas, das 1999 in die Fujitsu Siemens Computer AG eingebracht wurde.
Neben der Ausdehnung auf den Asien-Pazifik-Raum wurde mit der Übernahme von Westinghouse das Kraftwerkgeschäft übernommen und damit das Geschäft mit dem amerikanischen Markt gestärkt, gekrönt durch die Einführung der Siemens-Aktie an der New Yorker Börse 2001.